Welche rosarote Brille? Ich nehme gleich meine Regenbogen-Brille!

Bist Du schon mal durch Deinen Wohnort gelaufen und hast so getan, als wärst Du "ein Besucher von sehr weit weg"? Ich hatte vor vielen Jahren meine Freundin aus USA zu Besuch. Sie kam mit ihrer Freundin und nachdem die beiden eine Rundreise durch Italien gemacht hatten, blieben sie für 3 Tage in unserem kleinen Ort mit knapp 4.000 Einwohnern.

 

Als wir mit den beiden Frauen ein paar Ausflüge durch die nähere Umgebung machten, hörten wir immer wieder "Ah und Oh" und weitere begeisterte Ausrufe. Und ich konnte diese meine so gewohnte Welt mit den Augen der Besucherinnen sehen. Ein neuer Blickwinkel!

 

Als Kind habe ich das auch gerne gespielt: So zu tun, als wäre ich völlig neu hier und auf Entdeckungsreise. Oder auf dem Rücken liegend, die Beine Richtung Decke gestreckt, so tun, als wäre die Decke der Boden und ich könnte dort laufen. Im Alltagstrott und -streß geht bei uns Erwachsenen sowas oft völlig unter, finde ich.

 

Es kann wirklich belebend wirken und wir können uns selbst überraschen lassen von unseren Entdeckungen!

"Diese Website ist ja eine einzige rosarote Brille!" - doch ist sie das wirklich?

Mit meiner Website mache ich das auch hie und da: Ich lasse sie auf mich wirken und tue dabei so, als wäre ich ein neuer Besucher, der sie gerade entdeckt hat. Wie fühlt es sich für mich an? Was fällt mir besonders auf? 

 

Kürzlich fragte ich mich dabei, ob ein Besucher vielleicht den Eindruck gewinnen könnte, ich sei permanent nur mit dicker, rosaroter Brille unterwegs.

Bewusste Ausrichtung mit meiner Regenbogen-Brille

Ja, nun, diese Wirkung ist sicherlich möglich und ich dürfte darauf auch wenig Einfluss haben. Aber es hat mich inspiriert, heute zu beschreiben, weshalb ich meine Website so fülle, wie ich sie fülle und dass ich es stattdessen für die bewusste Ausrichtung meiner inneren Aufmerksamkeit halte.

 

Welche rosarote Brille also?

 

Ich nehme stattdessen gleich meine Regenbogen-Brille  :-) !

Pures Leben mit persönlichem Werkzeugkoffer

Mein bisheriges Leben verlief übrigens nicht ausschließlich rund und rosarot und zuckerwattig! Tut es auch jetzt noch nicht.

 

Gerade momentan habe ich eine Phase, in der ich sehr viel Aufmerksamkeit und, ja, Zuwendung für mich benötige, um im meiner Mitte zu bleiben. Rausgeplumpst bin ich sogar vor einigen Tagen, und zwar heftig. Emotionale Stürme sind durch mich gewalzt. Aber gut -ich habe schon so viele emotionale Stürme durchlebt, und jedes Mal, als ich am "anderen Ende" wieder raus gekommen bin, hatte ich erkennen können, wie ich daran gereift bin.  Es ist eine Erfahrung - und ich gehe da durch. Nein, mittendrin gefällt mir das überhaupt nicht. Doch sich dagegen zu wehren und dagegen zu kämpfen oder zu hadern - verstärkt und verlängert solche Phasen meiner Erfahrung nach nur.

 

Ja, ich fluche auch mal und nein, mir fällt nicht alles total leicht. Pures Leben eben.

 

Mittlerweile erkenne ich jedoch dankbar meinen gut gefüllten "persönlichen Werkzeugkoffer", den ich gemeinsam mit meiner Seele und vielen liebevollen Begleitern gepackt habe und ich bin in meinem Leben mit Menschen unterwegs oder in Kontakt, bei denen ich Austausch, Unterstützung und/oder Begleitung finde, wenn ich "festhänge". Aber ich denke, dieses Thema wäre alleine schon Stoff für mehrere Blogbeiträge. Daher weite ich es hier und heute nicht aus.

Das teilen, was stärken und inspirieren kann.

Ich habe mich früher sehr stark auf meine "Probleme" konzentriert und so half mir 1997-2000 während meiner Ausbildung zum NLP-Master-Practitioner eine Annahme, die ich dort lernte, sehr: "Nicht um das Problem kreisen - sondern sich auf die Lösung konzentrieren".

 

Erst im Laufe vieler Jahre wandelte sich das für mich in: "Das Problem (Schmerz/Sorge/Angst) wahrnehmen UND dann die bzw. eine Lösung erlauben" bis es weiter reifte in : "……UND die Lösung meiner göttlichen Seele  in die Hände legen." Das entbindet mich übrigens nicht davon, dass ich für mich Entscheidungen treffe und danach handele. Immer wieder neu.

 

Während ich das schreibe, erinnere ich mich, dass ich genau das (es meiner Seele in die Hände legen) letzte Woche mal wieder richtig schön vergesse habe. Und so tut diese Erinnerung mir selbst gerade sehr wohl!

 

Als ich die Idee hatte, diese Website zu füllen, wollte ich also nicht in erster Linie über all die Dinge schreiben, die in meinem Leben herausfordernd sind und schwierig oder schmerzhaft verlaufen - sondern über das, was mir hilft, bei Kräften zu bleiben, meine Reserven aufzufüllen, in Kontakt mit meiner natürlichen Lebensfreude zu bleiben und mich ermuntert und aufrichtet. Was mich inspiriert und trägt und was mir hilft, zu akzeptieren, dass auch schmerzhafte Erlebnisse mein "großes Lebensbild" harmonisch mitgestalten.

 

Ich teile auf meiner Website bewusst die Dinge, Ansichten, Aussichten und Blickwinkel mit Dir, die -zunächst mal für mich und aus meiner Erfahrung- nährend, stärkend, lösend und erfreuend wirken bzw. gewirkt haben.

 

Wenn sie Dich heute inspirieren - wunderbar! Das freut mich riesig! Wenn nicht - tun sie es vielleicht morgen oder bei einem späteren Besuch. Und wenn gar nicht - dann ist es nun mal so. Du wirst dann einfach weiterziehen und diese Seite wieder vergessen haben.

Die Regenbogen-Brille aufsetzen - und Möglichkeiten erlauben

Ich glaube, nach dramatischen und schmerzhaften Beispielen brauchen wir in unserem Alltag nicht lange zu suchen. Sie begegnen uns tagtäglich und ob nun im Radio, in den Zeitungen, im Fernsehen mit Werbung und auch in unseren alltäglichen Begegnungen mit Menschen - es liegt oft ein sehr großes Gewicht darauf. Manchmal sogar ausschließlich. Manchmal sogar sehr stark.

 

Irgendwann in den letzten Jahren habe ich für mich entschieden: Ich möchte in meinem Leben meine innere Aufmerksamkeit auf  Möglichkeiten richten. Ich brauche die Möglichkeiten im ersten Moment nicht zu wissen oder zu benennen- aber ich richte mich immer wieder danach aus, dass sie existieren, dass ich mich dafür öffne, dass sie mir in unendlicher Fülle zur Verfügung stehen und einfließen, wenn es stimmig ist. 

 

So, wie wenn ich entscheide, dass ich meinem Kompass, den ich in der Hand halte, in westlicher Richtung folge. Vielleicht muss ich mal einige Kilometer nördlich oder östlich gehen um auf meinen westlichen Weg wieder einzuschwenken- weil ein großer Berg umrundet werden muss, vielleicht verstauche ich mir mal was und brauche Pause - aber meine grundsätzliche Richtung bleibt "westlich".

 

Welches Ziel? Die Erde ist rund. Ich kann meine Regenbogen-Brille aufsetzen und immer westlich gehen :-).

 

Und so, wie ich in meinem Leben täglich übe, die Herausforderungen wahrzunehmen UND meine innere Aufmerksamkeit darauf zu lenken, dass ich Möglichkeiten ERLAUBE - so richte ich also auch die Inhalte dieser Website darauf aus. 

 

Magst Du Deine Regenbogen-Brille wieder herausholen?

Die "Liebevolle Pause"-Karten, die ich entworfen habe, unterstützen uns mit den Naturschönheiten übrigens sanft und liebevoll

dabei, unsere innere Aufmerksamkeit immer wieder neu auszurichten: z.B. "Bewegung einladen, Klarheit erlauben, Freude wahrnehmen, Leichtigkeit fließen lassen ….usw.".

 

 

Also, was meinst Du: Hast Du jetzt vielleicht Lust bekommen auch Deine Regenbogen-Brille wieder herauszuholen, möglicherweise dort,

wo Du selbst sie einst vergraben hast.....?

 

  

Herzlich,

 

Elke Ulrike

PS:

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