Was mir die zarte Ackerwinde über Lebens-Felder beibrachte

Als die Temperaturen gegen Ende August wieder moderat waren, genoss ich es, mal wieder per Nordic-Walking unterwegs sein zu können.

 

Eine meiner Strecken ist ein Feldweg, der durch Maisfelder, Getreidefelder und Wiesen führt. Alles war bereits abgeerntet und wohin ich blickte, sah ich trockenes Gras oder Stoppelfelder und hellbraune, trockene Erde. 

 

Die gelben, braunen und beigen Farbtöne überwogen eindeutig!

 

Moment mal: Da fielen mir auf einem dürren Feld kleine grüne Inseln auf und es leuchtete weiß und sogar rosarot zu mir herüber!  

Neugierig ging ich hinein in den trockenen Acker und sah, dass hier punktuell kleine Ackerwinden-Gruppen gewachsen waren.

 

Die liebe Ackerwinde! Ich geb's ja zu: Sie hatte sich im Frühjahr vehement in meinem kleinen Vorgartenbeet ausgebreitet, was mich zu dem Zeitpunkt nicht sehr erfreut hatte. Ich hab schließlich nachgegeben, und sie wuchern lassen :-).

 

Jetzt genoss ich den Anblick der zarten weißen und rosa Blüten und fühlte großen Respekt für diese Pflanze: Es wirkte auf dem trockenen Boden, als hätte sie jemand in kleinen Wolken abwechselnd hingehaucht und hingegossen! Sie wirkte auf mich mutig, lebensfroh und lässig: "Ich bin hier". 

 

Es reichte offensichtlich die nächtliche Feuchtigkeit, damit die Pflanze auf dem sonst so trockenen Boden wachsen und blühen konnte. 

 

Wenn sich trockene Felder im Lebens-Alltag ausbreiten

Als ich gerade über meinen Eindruck von "wie hingehaucht und hingegossen" sinnierte, kam ich natürlich unweigerlich beim weichen, bewussten Atem an: Er ist der Hauch aus meiner Seele. Ihre lebendige Feuchtigkeit - ihr Gießen ist es, das in meinem Leben alles reifen und wachsen lässt. 

Mir wurde in dem Moment klar: In den letzten Wochen konnten sich in manchen Alltagsbereichen bei mir -gefühlt- wieder mehr Dürre und trockene Flächen ausbreiten.

 

Arbeitsanforderungen im Beruf waren - verbunden mit mehr Termindruck - gestiegen, meine To-Do-Listen wurden wieder länger als mir lieb war. Ich war seit einiger Zeit schon im Modus von "alles zügig und pünktlich abarbeiten" gelandet und obwohl eine große Produktivität damit einherging , merkte ich schon einige Zeit, dass ich lieber wieder in einen harmonischeren Rhythmus kommen wollte. 

 

Irgendwie hing ich allerdings etwas fest. Es ging also schon über ein paar Wochen und schien - wie das große, gelbe, trockene Feld - kein Ende mehr zu nehmen.

 

Immerhin hatte ich eine Ahnung, dass mal wieder vor lauter "wie-soll-ich-alles-bewältigen" ein paar innere, alte Notfall-Ventile reagiert und sich geschlossen hatten.

Mit einer "Liebevollen Pause" die inneren Lebens-Felder wässern

So stand ich also mitten auf diesem trockenen Feld und dieses starke, zarte Pflänzchen zeigte mir an diesem Tag:

 

Egal wie trocken und öde die große Fläche scheinen mag: Es kann immer wieder mit Leichtigkeit etwas Neues wachsen! Ja, mit Leichtigkeit! Es gibt überall Möglichkeiten. Das Leben findet immer einen Weg. Kannst Du darauf vertrauen und damit fließen?

 

Ich begriff: Es geht jetzt für mich nicht darum, im Außen gar nichts mehr zu tun. Sondern mich zu erinnern, meine "Liebevollen Pausen" mit ihrer hohen Qualität in meiner persönlichen Priorität jeden Tag wieder ganz nach vorne zu setzen. Und sie wie ein Rendezvous mit mir selbst zu pflegen. Immer wieder neu. 

 

Während ich dann innerlich mit meinem Seelen-Herzen atme - Ein und Aus, Loslassen und Empfangen, Hin und Her - darf ich erlauben, dass meine Seele überall von Innen diese trockenen Lebens-Felder wässert. Nein, ich muss nicht selbst sofort herumrennen und überall schwere Gießkannen hinschleppen und Erde aufharken! Ich darf erst einmal nur erlauben, dass unser verbundener, weicher Atem auf diese Weise die Felder benetzt.

 

Und dann darauf vertrauen, dass das für diesen JETZT-Moment einfach GENUG ist.

  

Genug, dass sich etwas Neues auf dieser Fläche ausbreiten wird - zur rechten Zeit und im genau passenden Moment. 

 

Während ich auf diese Weise achtsam bin und atme, geschieht es dann wie von selbst, dass sich die "alten Notfall-Ventile" durch mein inneres Annehmen und Erlauben wieder lösen können. Meine natürliche Lebens-Energie kann wieder ungehindert fließen und mich unterstützen.

Nimm Dir jeden Tag Raum für Deine "Liebevolle Pause"

Also, auf mich hat der Impuls der Ackerwinde ziemlich entkrampfend gewirkt!

 

Seither achte ich wieder bewusster darauf, mir jeden Tag mindestens eine "Liebevolle Pause" zu nehmen und ich merkte schon nach ein paar Tagen, wie ich wieder leichter mit dem Leben fließen konnte.

 

Es ist die wertvolle Zeit für mich selbst - um mich mit meinem Innersten zu verbinden und zu erlauben, dass meine wahre Quelle mich nährt und klärt. Das hilft mir sehr, in mir selbst verankert zu bleiben und Entscheidungen und Anforderungen im Einklang mit meinem Herzen zu erledigen.

 

In diesem Sinne möchte ich auch Dich wieder erinnern:

 

Egal, ob gerade viel oder eher wenig los ist in Deinem Lebensalltag: Halte es einfach, aber erlaube Dir, Deine passende Form einer "Liebevollen Pause" zu finden und nimm Dir jeden Tag Deinen ganz persönlichen, wertschätzenden Raum dafür. 

 

Ich bin experimentiere übrigens gerade rund um Audioaufnahmen für "Liebevolle Pausen". Es mag noch ein paar Wochen dauern, bis ich soweit bin, aber Vorfreude ist ja die schönste Freude, oder ;-)?

 

Herzlich,

 

Elke Ulrike

PS:

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