Über Tomaten, Fülle und Energie-Eintopf

Anfang August begannen unsere Tomaten, so richtig los zu reifen. Sie wurden schneller rot, als wir "von der Hand in den Mund" essen konnten.

 

Es begab sich aber zu der Zeit, dass meine Teilzeitarbeit so intensiv war, dass ich zusätzliche Tage arbeitete und auch nicht dazu kam, die Tomaten in große, haltbare Essensportionen zu verarbeiten.

 

Weshalb ich also schon mal die ersten Tomaten an unsere Nachbarn verschenkte. 

 

Derweil die ersten Tomaten zu faulen begannen. Das wiederum verursachte mir sofort unangenehme Gefühle.

 

"Essen lässt man nicht verkommen!" mahnte eine Stimme in mir, die ich aber wieder wegblendete, weil es gerade nicht anders ging.

Druck von innen...

Oder doch? "Was redest Du? Du könntest jetzt abends noch Tomaten einkochen, statt faul auf dem Sessel zu sitzen"! forderte mich die Stimme wieder auf.

 

Tatsächlich: Ich hätte abends um 20 Uhr noch in der Küche stehen und kochen können! Da kam aber meine mittlerweile deutlich besser als früher gereifte Selbstliebe ins Spiel: Nein, ich habe keine Lust, mich deswegen abends zusätzlich in die Küche zu begeben. Ich habe den ganzen Tag gearbeitet und jetzt darf ich Feierabend haben! "Tz-tz-tz! Andere wären froh, hätten sie was zu essen", flüsterte es wieder schneidend in mir. Unangenehm.  Ich beschloss abermals, nicht darauf zu hören. 

 

Bald danach hatte ich ein paar Tage Urlaub. Am ersten Tag pflückte ich eine große Schüssel Tomaten. Ein Teil ging in den Römertopf für späteren Genuss. Den Rest gab es abends als Tomatensalat. 

 

Am zweiten Tag pflückte ich wieder eine volle Schüssel Tomaten. Als ich sie zum Haus trug, kam mir in den Sinn, dass ich da gerade eine große Menge Fülle erlebe - mich aber momentan nicht aus vollem Herzen darüber freue!

 

Stattdessen waren die Emotionen von Druck und Stress im Inneren zu fühlen. Dank der Glaubenssätze, die da flüsterten: "Andere hungern und Du darfst die Tomaten nicht am Strauch vergammeln lassen!" und viele schöne mehr. 

Wer den Taler (oder die Tomate) nicht ehrt...?

Bei genauem Hinsehen hatte ich mittlerweile entdeckt, dass es ganze 3 Tomaten faulig waren - also von wegen, ich sei für die Hungersnöte der Welt verantwortlich.

  

Trotzdem: Immer, wenn diese Glaubenssätze in mir flüsterten, schwangen auch Spuren von "Wenn Du so mit den Sachen umgehst, bist Du sie nicht wert" - "Wenn Du diese Dinge nicht ehrst, wirst Du es noch bereuen" mit. Wie auf einer Musikaufnahme, wo verschiedene Tonspuren parallel laufen und somit das Stück intensivieren. 

Liebevolle Führung aus meinem Herzen

Da überlegte ich mir: Gibt es vielleicht zum Thema Fülle - ob nun Finanzen, Liebe, Freude usw. -  insgesamt in mir ähnlich verborgene Befürchtungen? Im Sinne von "Wenn ich nicht gut genug mit der Fülle in meinem Leben umgehe, dann.....(wehe Dir!!!)"?

 

Oder eine Angst, wenn ich mit der Fülle nicht achtsam umgehe, könnte das andere schädigen?

 

Er-Innere Dich doch bitte, meldete sich da meine freundliche, sanfte Fühl-Stimme aus meinem Herzen. Und mir fiel wieder ein:

 

Fülle - auch sie ist aus Energie geformtes Bewusstsein! 

 

Die Energie steht meinem Bewusstsein unendlich zur Verfügung! Und momentan spielt es  keine Rolle, ob ich bewusst oder unbewusst schöpfe - die Quelle meines Bewusstseins schöpft schon immer! Sonst würde ich hier gar nicht leben und es würde nichts stattfinden, denn ALLES entstand/entsteht auf diese Weise. 

 

Fülle - das ist der natürliche Zustand der Schöpfung, der Natur, des Lebens! Wenn wir sie nicht als solche wahrnehmen, sind oft einschränkende Glaubenssätze am Werk. 

 

Sofern etwas nicht genutzt oder gebraucht wird, wird es irgendwie und irgendwo wieder umgewandelt. Auch die faulende Tomate. Das, was wir "faulen" nennen, ist bereits der Umwandlungsprozess.  Die Tomate wird (zurück-)verwandelt! Und während sie wieder in die Natur hinein schmilzt, ernährt sie Ameisen, Schnecken und sonstige Bewohner und schließlich wird auch noch der Boden gedüngt.

 

In unserem Garten klappt das jedenfalls ganz wunderbar mit dieser Balance. 

 

Energie, wie sie der Schöpfung dient.

Die alten Glaubenssätze dürfen sich verwandeln

Was mich dazu brachte, mir klar zu machen, dass sich diese alten Glaubenssätze jetzt auch (zurück-)verwandeln dürfen. 

 

In einem extra Kochtopf am Urfeuer in meiner stillen, sicheren Mitte. Ich brauche sie vorher nicht kleinzuschneiden oder zu zerpflücken.

Ich kann tief und weich atmen und sie hineingleiten lassen in meine Mitte. Dort übernimmt dann meine Seele.

 

Für schönen Energie-Eintopf, der mir ganz neu dienen darf. 

 

Mittlerweile ist November und wir haben von den Tomaten-Energie-Verwandlungen immer noch lecker Tomaten-Gemüse-Eintopf in der Gefriertruhe. Auch der dient uns jetzt ganz wunderbar zum Wärmen und Genießen im Winter.

Herzlich ♥,

Elke Ulrike

PS:

Wenn Du -unter anderem- daran erinnert werden möchtest, dass ich einen neuen Artikel veröffentlicht habe, trage Dich doch einfach in

meine E-Mail-Liste "Sanfte Impulse für Dich" ein! (Anmeldebox am  Anfang der Blogartikel oder in der Fußleiste dieser Website)